Astrologie
Seit frühgeschichtlichen Zeiten bietet der Himmel mit seinen Gestirnen eine Hilfe für die Menschen, um das Wettergeschehen und klimatische Umschwünge ableiten zu können. Nach und nach kam hinzu, dass man den Sternen auch eine Bedeutung hinsichtlich der Lebensplanung der Menschen zuerkannte. Das Herauslesen des Schicksals aus bestimmten Himmelskonstellationen hat seinen Ursprung in Mesopotamien, also im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. Der Begriff „Astrologie“ stammt allerdings aus dem Griechischen und kann mit „Sterndeutung“ übersetzt werden.
Schon mit seiner Geburt geht der Mensch nach Meinung der Astrologen ein energetisches Wechselspiel mit dem Universum ein, in das er bis zu seinem Tod eingebunden bleibt. Dies bedeutet aber auch, dass der Mensch mit dem Kosmos eine enge Verbindung hat, wodurch es möglich wird, die Wesensart und den Lebensweg eines Menschen aus den Sternen abzulesen sowie Unterstützung in entscheidenden Fragen des Lebens zu geben.
Als wichtigstes Kriterium gilt die Konstellation der Himmelskörper, die man vom Ort der Geburt eines Menschen zum Geburtszeitpunkt aus sehen kann, wobei das als Niederschrift dienende „Horoskop“ aus dem Griechischen übersetzt nichts anderes als „Stundenschau“ heißt. Vom Zweistromland fand die westliche Form der Astrologie ihren Weg über Griechen und Römer ins Abendland, wo sie zwar von der Kirche abgelehnt, aber dennoch zu ihrer heutigen Blüte weiterentwickelt wurde.
Je nach dem Zeitpunkt und Schauplatz – gemeint ist der Monat und Tag sowie das Jahr und der Ort der Geburt – kann die Sonne in einem von zwölf Sternzeichen stehen: Widder, Stier, Zwilling, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Großes Augenmerk kommt auch dem Aszendenten zu, also jenem Sternzeichen, das während der Geburt am östlichen Horizont aufgeht.
Bei der Astrologie muss man allerdings davon ausgehen, dass Horoskope nur den groben Rahmen für die Art vorgeben, wie unser Leben verläuft. Deren Kenntnis ermöglicht es aber, unsere Eigenschaften und Fähigkeiten besser zu erkennen und uns bei brisanten Entscheidungen auf dieses Wissen zu stützen.
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