Chinesische Astrologie
Das Horoskop aus China blickt auf eine Tradition zurück, die einige Jahrtausende alt ist, sodass es zu den ältesten Ausprägungen der Astrologie zählt. Da es untrennbar mit der asiatischen Philosophie verbunden ist, ist es für uns Europäer allerdings nicht immer einfach zu begreifen.
Der Überlieferung nach soll Buddha – bisweilen ist auch vom sagenhaften Kaiser Yu Di die Rede – alle Tiere zu einem Fest eingeladen haben. Dieser Einladung sollen allerdings nur zwölf Tiere gefolgt sein: Diesen bot Buddha zum Dank an, dass jedes Jahr künftig den Namen eines aus ihrer Runde tragen dürfe und alle zwölf Tiere auf die Eigenschaften und den Lebenslauf der in ihrem Jahr geborenen Menschen Einfluss haben sollten.
Daher wurde das erste Jahr der Ratte zugesprochen, das zweite dem Büffel (manchmal Kuh) und das nächste dem Tiger. Die folgenden Jahre wurden dem Hasen (Katze), dem Drachen, der Schlange, dem Pferd, der Ziege, dem Affen, dem Hahn, dem Hund und schließlich dem Schwein zugesprochen.
Wie man auch zu der Sage stehen mag: Der zwölfjährige Rhythmus bildet seit jeher nicht nur die Grundlage des chinesischen Horoskops, sondern liegt auch dem chinesischen Kalender zugrunde. Dass sich der Zyklus der Sternzeichen, die im chinesischen Horoskop übrigens als Erdzeichen bezeichnet werden, nicht in zwölf Monate, sondern in zwölf Jahre gliedert, geht ebenfalls darauf zurück.
Stellt man unsere abendländische Astrologie dem chinesischen Horoskop gegenüber, so fällt auf, dass zwar beide Ausprägungen zwölf Sternzeichen haben, diese allerdings verschieden zustande kommen: Während in der westlichen Astrologie der Stand der Sonne ausschlaggebend ist, ergeben sich die Tierkreiszeichen im chinesischen Horoskop aus der Mondposition, auch wenn kein Bezug zum Mondkalender besteht.
Zur Erstellung eines chinesischen Horoskops sind allerdings noch andere Faktoren zu berücksichtigen: So unterscheidet man die fünf Elemente Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde, welche den Planeten Venus, Merkur, Jupiter, Mars und Saturn zugeordnet sind. Des Weiteren spielen das Yin und das Yang eine bedeutende Rolle.
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